Gesetzlicher Jahresurlaub – Die drei wichtigsten Eckpunkte

Uwe Schlick  / pixelio.de
Uwe Schlick / pixelio.de

Das Bundesurlaubsgesetz

In Deutschland ist der Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub durch das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt. Die meisten Erwerbstätigen unter Ihnen werden die folgenden drei Punkte wohl als die für sie interessantesten beurteilen.

Wer hat überhaupt Urlaub?

Erwerbstätiger ist nicht gleich Erwerbstätiger, denn das Bundesurlaubsgesetz erstreckt sich nicht grundsätzlich auf alle Beschäftigungsarten. Es regelt vielmehr die Rechte der Arbeitnehmer und Angestellten beziehungsweise jener Menschen, die sich in einer Berufsausbildung befinden. Wenn man so will, haben zum Beispiel Angehörige der freien Berufe schlicht keinen Urlaub. Dies liegt natürlich im Auge des Betrachters und bedeutet keine besondere Tätigkeitspflicht für die betroffenen Personen. Gehören Sie jedoch zum Arbeitnehmer- und Angestellten-Kreis, so können Sie Urlaub zweckmäßigerweise nicht einfach für die Ausübung einer anderen Beschäftigung nutzen.

Zählen Sie die Tage.

Den vollen Urlaubsanspruch erwerben Sie laut Gesetzgeber frühestens nach sechs Monaten bei Ihrem neuen Arbeitgeber, dann allerdings in vollem Umfang. Vorgeschrieben ist, dass Ihre Erholungszeit im Kalenderjahr wenigstens 24 Werktage umfasst, von denen Sonn- und Feiertage explizit ausgenommen sind. Übrigens können Sie durch einen Wechsel Ihres Arbeitgebers keinen Anspruch auf zusätzliche Urlaubstage gewinnen. Vielmehr besteht für den Arbeitgeber, den Sie verlassen, die Pflicht, Ihnen die für ein laufendes Kalenderjahr bereits in Anspruch genommenen Urlaubstage zu bescheinigen. Für die verbleibenden Tage überträgt sich Ihr Recht dann auf das neue Beschäftigungsverhältnis.

Was geschieht bei Krankheit?

Die Erkrankung während Ihres Erholungsurlaubes ist nur in gewisser Hinsicht ärgerlich. Für ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit nämlich ist die Anrechnung Ihrer Krankheitstage auf den Jahresurlaub nicht zulässig. Legen Sie dem Arbeitgeber eine solche Bescheinigung vor, so befinden Sie sich nicht weiter im Urlaub und können die Krankschreibung zu Ihrer Genesung nutzen. Ihre Erholungszeit holen Sie dann später und in gesunder Verfassung nach. Im Anschluss an Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder der Rehabilitation haben Sie übrigens einen gesonderten Urlaubsanspruch, der sich von anderen Kompromissfindungspflichten in diesem Zusammenhang abhebt.

(Hinweis: Kein Anspruch auf Vollständigkeit/Korrektheit, ersetzt keine Rechtsberatung)