Handel mit Devisen

© Michael Nivelet - Fotolia.com
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Der Handel mit Devisen kann direkt oder indirekt umgesetzt werden. Der Handel mit Devisen gehört zu den frühesten Formen der Börsenspekulation. Wer davon ausgeht, dass in nächster Zeit eine bestimmte Währung steigt, der kann durch Zukauf dieser Währung darauf setzen, dass kurzfristig ein Profit generiert werden kann. Welche Variante von Geldanlage (Aktie, Anleihe oder eine andere Form) er dabei erwirbt, ist für die Frage des Devisenhandels zweitrangig.

Auch bei fallenden Währungen kann man vom Devisenhandel profitieren. Wer davon ausgeht, dass eine bestimmte Währung in nächster Zeit fallen wird und wer von dieser Währung Anlageobjekte in seinen Portfolio hat, der kann diese Anlageobjekte verkaufen und später günstiger zurückkaufen. Verfügt man hingegen nicht über Anlageobjekte mit dieser Fremdwährung, dann kann man von fallenden Kursen nur durch Kauf von Put- oder Verkaufs-Optionen profitieren. Hierbei erwirbt man Anrechte auf den Verkauf der entsprechenden Währung zu einem Kurs, der gegenwärtig oder später über dem aktuellen Kurs liegt. Der Wert dieser Option wird dann steigen, wenn der Kurs der Währung fällt. Allerdings ist diese Art des Devisenhandels extrem spekulativ. Steigt der Kurs der Fremdwährung an, dann nimmt der Wert der Verkaufsoption ab, um schließlich am letzten Ausübungstag zu verfallen.

Optionsscheine zum Kauf einer Fremdwährung (Call-Optionen) sind ebenso üblich wie Put-Optionen. Call-Optionen setzen darauf, dass die Währung steigt. Auch hier liegt eine sehr spekulative Variante des Devisenhandels vor. Weniger riskant ist der Devisenhandel, wenn man keine Optionen erwirbt, sondern Aktien oder andere Wertpapiere, die auf die Fremdwährung lauten, die aber keine Ausübungsfrist kennen. Der Kurs dieser Papiere in eigener Währung hängt aber nicht allein vom Devisenkurs ab. Der Kauf von Fremdwährungs-Wertpapieren macht aber besonders dann Sinn, wenn man davon ausgeht, dass die eigene Währung kurz- bis langfristig an Wert verliert. Wer beispielsweise davon ausgeht, dass der Euro mittelfristig bis langfristig wieder sein Schwächungspotential zeigen wird, der kann jetzt sein Wertpapierdepot auf Fremdwährungs-Wertpapiere umstellen, um vom Handel mit Devisen zu profitieren.