Minijobs Fluch oder Segen

Minijob
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Minijobs sind eine hervorragende Möglichkeit für Schüler oder Studenten sich etwas dazu zuverdienen. Für viele sogar eine dringende Notwendigkeit, ohne die keine Studieren möglich wäre. Auch für die Hausfrau oder den Rentner sind Minijobs sicherlich unumstritten etwas Positives. Doch was passiert eigentlich, wenn immer mehr Jobs zu „mini“ umfunktioniert, beziehungsweise gesplittet werden? Schadet das eigentlich nicht nur dem Einzelnen, sondern auch der gesamten Gesellschaft?

Die Pauschalabgaben zur Sozialversicherung zur Zeit um die 20 Prozent, übernimmt der Arbeitgeber, und auf diese Weise bekommen Rentenkasse und Krankenversicherung ihren Anteil. Doch für den Arbeitnehmer ergibt das lediglich geringe Rentenansprüche aber keinerlei weiteren Sozialversicherungsschutz.

Der Arbeitgeber muss nach Feststellung eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses, den Arbeitnehmer bei der Minijob-Zentrale anmelden. Um Schwarzarbeit entgegenzuwirken, ist man dazu hergegangen auch die im privaten Haushalt Beschäftigen in die Rubrik des Mini-Jobs aufzunehmen. Also besteht auch in diesem Bereich Anmeldepflicht.

Diese Massenphänomen beinhaltet in Deutschland bereits über 7 Millionen Beschäftigte, Tendenz steigend.
Was für den Arbeitgeber bequem und billig ist – ist für so manchen Arbeitnehmer eine Tortur. Bei den allermeisten Minijobs gibt es keinerlei Chancen auf Entwicklung oder Weiterkommen. Es handelt sich um eine Art Sackgasse.
Da in den letzten Jahrzehnten immer mehr normale Jobs zu Minijobs verändert wurden, sind viele Arbeitnehmer gezwungen gleich mehrere Minijobs anzunehmen, um überleben zu können. Teilweise sind sie aber auch gezwungen zusätzlich Harz 4 in Anspruch zu nehmen, weil es einfach nicht reicht.
Ein frustrierender Zustand., welcher auf Dauer den sozialen Frieden beeinträchtigen könnte. Die Politik ist herausgefordert mit neuen Ideen für eine Ausweg aus dieser Misere zu sorgen.